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Fragen & Antworten

Wenn Sie Fallwild (Wildschweine) finden, wenden Sie sich bitte unverzüglich an das Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt des Landkreises Barnim, entweder per E-Mail:fallwildmeldung@kvbarnim.de oder telefonisch 03334 214 1600.

Bitte verwenden Sie dafür folgendes Formular:

Begleitschein - Antrag auf diagnostische Laboruntersuchung von Wildproben

Bitte beachten Sie: nicht autorisierte Personen dürfen den Kadaver nicht berühren! Hunde müssen ferngehalten werden.

Erreichbarkeit des Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamtes des Landkreises Barnim

Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt

Am Markt 1
16225 Eberswalde

Montag bis Donnerstag
7 bis 15 Uhr

Freitag
7 bis 11.30 Uhr

Telefon:
03334 2141600

 

Nebenstelle Bernau

Jahnstraße 45
16321 Bernau bei Berlin

Montag bis Freitag
7 bis 9 Uhr

Telefon:
03338 398931276 oder  03338 398931277

Bitte beachten Sie: Anträge zur Fallwildprämie werden vor Ort ausgefüllt.

Für Jagdausübungsberechtigte

Alle Jagdausübungsberechtigten sind verpflichtet, Fall- und Unfallschwarzwild dem Veterinäramt unverzüglich anzuzeigen, die Stücke zu kennzeichnen und eine blutgetränkte Tupferprobe von jedem Stück zu entnehmen. Die Kennzeichnung beschränkt sich auf die Ausstellung eines Wildursprungscheines (WUS) und Eintragung der Wildmarkennummer. Die Abgabe der Proben, zusammen mit dem Wildursprungschein, erfolgt an das Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt des Landkreises Barnim, Am Markt 1 in 16225 Eberswalde, sowie an die Nebenstelle in der Jahnstraße 45 in 16321 Bernau. Der beprobte Tierkörper kann am Fundort verbleiben, sofern Verkehrssicherungspflichten dem nicht entgegenstehen.

Es gilt aktuell die öffentlich bekanntgemachte tierseuchenrechtliche Allgemeinverfügung des Landkreises Barnim „Maßnahmen zur Vorbeugung vor der Einschleppung der Afrikanischen Schweinepest in den Wildschweinebestand des Landkreises Barnim und zur frühzeitigen Erkennung der Afrikanischen Schweinepest".

Im Landkreis Barnim sind das Betreten von Wald- und Wiesenflächen, sowie das Sammeln von Pilzen und Beeren weiterhin gestattet. Bitte beachten Sie dabei, dass lediglich geringe Mengen für den eigenen Bedarf gesammelt werden dürfen. Da die Tierseuche für Menschen ungefährlich ist, können Sie Pilze und Beeren bedenkenlos essen.

Im Landkreis Barnim sind Spaziergänge und das Betreten von Wald- und Wiesenflächen weiterhin gestattet.

Die Afrikanische Schweinepest (ASP) ist eine Viruserkrankung, die ausschließlich Schweine (Haus- und Wildschweine) betrifft. In ihrem Hauptverbreitungsgebiet,

den afrikanischen Ländern südlich der Sahara, und einigen Mittelmeerländern kann die Erkrankung über Lederzecken übertragen werden, die in unseren Breiten jedoch nicht vorkommen. Andere Arthropoden spielen nach jetzigen Erkenntnissen keine tragende Rolle.

Bei europäischen Wildschweinen führt die Infektion zu schweren, aber unspezifischen Allgemeinsymptomen wie Fieber, Schwäche, Fressunlust, Bewegungsstörungen und Atemproblemen. Durchfall und Blutungsneigung (Nasenbluten, blutiger Durchfall, Hautblutungen) können ebenfalls auftreten. Erkrankte Tiere zeigen mitunter eine verringerte Fluchtbereitschaft („Liegenbleiben in der Suhle") oder andere Auffälligkeiten, wie Bewegungsunlust und Desorientiertheit. Die Erkrankung betrifft alle Altersklassen und Geschlechter gleichermaßen und führt in der Mehrzahl der Fälle zum Tod des Tieres innerhalb einer guten Woche. Bei Eröffnung der Tierkörper sollte auf vergrößerte, „blutige" Lymphknoten, eine vergrößerte Milz und punkt- oder flächenförmige Blutungen in den Organen, der Haut oder Unterhaut geachtet werden. Die Lunge und die Atemwege sind häufig mit Schaum gefüllt.

Die Erkrankung kann direkt von Tier zu Tier oder indirekt über kontaminierte Gegenstände und Futter übertragen werden. Unter ungünstigen Bedingungen kann ein unachtsam entsorgtes Wurstbrötchen ausreichen, um die Seuche einzuschleppen. Besonders effizient ist die Übertragung über Schweiß. Kleinste Tropfen reichen für eine Infektion! Daher ist die Hygiene bei der Jagd besonders wichtig. Andere Säugetiere, sowie der Mensch sind für das Virus nicht empfänglich.

Es gibt keine Hinweise darauf, dass Raubtiere und Aasfresser bei der Verbreitung der ASP eine besondere Rolle spielen.
Eine mechanische Vektorfunktion (Verschleppung virushaltiger Kadaverteile, Kon-tamination des Fells/Gefieders) für Raubtiere und Aasfresser (Säuger, Vögel etc.) kann zwar nicht ausgeschlossen werden, eine Vermehrung des Virus findet in bzw. auf diesen Tieren aber nicht statt. Der Wolf ist hier keine Ausnahme. Auch wenn er weiter wandert als andere Raubtiere, wird davon ausgegangen, dass er keine Nahrungsvorräte mitnimmt und das kontaminierte Fell putzt. Eine Darmpassage überlebt das Virus nicht.

Da weder Impfstoffe noch Therapiemöglichkeiten existieren, können ausschließlich Biosicherheit und hygienische Maßnahmen, sowie Populationsregulation zur Bekämpfung eingesetzt werden. Die frühzeitige Erkennung eines Falles von ASP ist daher besonders wichtig. Nur dann besteht die Möglichkeit, die Tierseuche durch die Einrichtung verschiedener Schutzzonen (Restriktionsgebiete: Kernzone, gefährdetes Gebiet, Pufferzone) einzudämmen. In diesen Restriktionsgebieten werden je nach örtlichen und jahreszeitlichen Bedingungen bestimmte Bekämpfungsmaßnahmen durchgeführt. Bitte informieren Sie sich auf den Internetseiten des betreffenden Landkreises zur aktuellen Situation und den angeordneten Bekämpfungsmaßnahmen.